Die Burschenschaft

Markomannia ist Teil der burschenschaftlichen Bewegung. Eine pro-nationale, pro-demokratische und akademische Bewegung, die ihren historischen und politischen Ursprung zu Zeiten Napoleons und der Besetzung der deutschen Einzelstaaten durch die Franzosen hat.

Nach den Befreiungskriegen gegründet, waren es Burschenschafter und deren Geist, die maßgeblich die Zeit des Vormärz und der Paulskirche prägten und gestalteten. Untrennbar ist diese Phase einer ersten nationalen und demokratischen Hochphase des Deutschen Volkes mit dieser Bewegung verbunden. Nach 1848 verboten und in den Untergrund gezwungen, waren Burschenschafter Hort des Widerstandes gegen die Restauration unter Metternich und weiterhin Pfeiler demokratischer und freiheitlicher Bestrebung.

Mit der Reichsgründung von 1871 sahen die Burschenschaften ihre Kernanliegen – die Einheit einer Deutschen Nation und die Schaffung eines Verfassungsstaates – zumindest teilweise erfüllt und wurden staatstragende akademische Jugendbewegung des Kaiserreiches. Nach Ende des ersten Weltkrieges wurde die Bewegung – wie alle anderen gesellschaftlichen Strömungen – in den Strudel der Nachkriegszeit hineingerissen. Zunächst republiktragend rückte sie teilweise in die Nähe einer konservativen Gegenströmung und zeigte damit das gleiche ambivalente Verhältnis zur Weimarer Republik wie weite Teile der deutschen Bevölkerung. Eine gegenseitige Spannung, die anfangs zu einer gewissen Nähe zur nationalsozialistischen Bewegung führte, die jedoch bald unter dem wahren Gesicht dieser zerbrach. Nach einigen letzten Widerständen kam es im Zuge der Gleichschaltung zur Auflösung des Dachverbandes und der Burschenschaften, deren Reste zwar offiziell in den Nationalsozialistischen Studentenbund und SA-Kameradschaften überführt werden mussten, sich aber inoffiziell in eine innere Emigration begaben. Nicht jedoch ohne abseits der staatlichen Massen- und Propagandainstituitionen einen Kernbereich des Burschenschaftlichen am Leben zu erhalten.

Nach dem Krieg entstanden schnell wieder Burschenschaften und begannen wieder, Teil der westdeutschen akademischen Landschaft zu werden. Als konservative Bewegung unter stetem Widerspruch der seit den sechziger Jahren erstarkenden linken Jugendbewegung, gelang es den Burschenschaften, ihre Werte zu modernisieren und zu zeigen, dass sie eben kein verstaubtes Relikt der Vergangenheit, sondern lebendiger Bestandteil der Gesellschaft sind. Vehement traten die Deutsche Burschenschaft (DB) und ihre Mitgliedsbünde für die deutsche Wiedervereinigung ein und waren Ende der achtziger Jahre eine der letzten Jugendbewegungen, die dies offen weiter forderten und sich dafür einsetzten.

Entsprechend groß war die Begeisterung und das Engagement zur und nach dem Fall der Mauer. Seitdem setzt sich die burschenschaftliche Bewegung für ihre freiheitlichen Ideale und eine Europäische Einigung als Europa der Vaterländer ein.
Ebenfalls kümmert man sich seit 1945 um den Kontakt zu den verbliebenen deutschen Minderheiten in Europa und die Pflege des gemeinsamen Volkstums. Sprich der gemeinsamen und anhaltenden Sprache, Kultur, Geschichte und Identität.

 

Die folgenden Seiten bieten eine weitergehende Beschreibung der Burschenschaftlichen Bewegung, ihres Dachverbandes und dessen Arbeitsgemeinschaft der Burschenschaftlichen Gemeinschaft.